Behandlungen : Brustwiederaufbau
Brustwiederaufbau
Der sogenannte Brustwiederaufbau, auch Brustrekonstruktion genannte, fällt weniger unter die ästhetische als die plastische Chirurgie allgemein, spezieller die rekonstruktive plastische Chirurige, die nach Krankheiten oder Unfällen eine Rekonstruktion von Köperteilen vornimmt. Ein Brustwiederaufbau wird in der Regel nach einer Teilentfernung einer Brust bei der Operation wegen Brustkrebs durchgeführt. Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen und manchmal notwendige, radikale Therapie beinhaltet die Amputation der Brust, die bei der Brustrekonstruktion wiederhergestellt werden soll.
Die Brustrekonstruktion wird stationär und im Vollnarkose durchgeführt und mit unterschiedlichen Methoden, häufig aber mit der Transplantation von Eigenfettgewebe oder mittels eines Silikonimplantats durchgeführt. Durschnittlich dauert die Operation etwa 1 bis 3 Stunden. Dabei ist die Möglichkeit zum Einsetzen eines Implantats nur dann gegeben, wenn genug Haut und Unterfettgewebe vorhanden ist. Ansonsten muss zuvor einige Monate mit einem sogenannten Expander die Haut gedehnt werden.
Der stationäre Aufenthalt kann je nach Umfang des Eingriffs bis zu 10 Tage dauern, danach sind etwa zwei Wochen Genesungszeit einzuplanen. In den ersten sechs Wochen nach der Operation sollten schwere Anstrengungen vermieden werden, außerdem muss bis zu drei Wochen ein spezieller Stütz-BH getragen werden. Oft ist es auch notwendig, die zweite Brust operativ anzugleichen, um ein symmetrisch optimales Ergebnis zu erzielen. Die Operation ist nicht ohne Risiken. Es kann zu Nachblutungen, Schwellungen, Blutergüssen und im Extremfall auch zu einem Absterben des verpflanzten Gewebes kommen.
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